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Caridina cf. cantonensis 'Crystal Red' - Kristallrote Zwerggarnele


Größe/Aussehen:
Die Grundfarbe der Crystal Red Garnele ist ein kräftiges Rot mit 2 - 4 weißen Querstreifen. Es gibt aber sehr viele unterschiedliche Erscheinungsformen. Manche Tiere sind fast nur rot und andere besitzen einen hohen Weißanteil. Das erfordert eine gründliche Zuchtauslese.
Die Weibchen der Crystal Red Garnele sind etwas kräftiger und haben einen tiefer ausgezogenen Hinterleib. Wenn ein Weibchen Eier trägt, kann man diese deutlich sehen. Weibliche Tiere erreichen eine Länge von ca. 2,5 cm, während die Männchen mit ca. 2 cm etwas kleiner bleiben.

Herkunft:

Die Crystal Red ist beim japanischen Garnelenzüchter Hisayasu Suzuki erstmal aufgetaucht. Sie ist eine Mutation der Bienengarnele, die schwarze Streifen besitzt.
Heute existieren viele verschiedene Erscheinungsformen. Je mehr Weißanteil eine solche Garnele aufweist, desto wertvoller ist sie, besonders in Japan. Aber auch bei uns ist es so, dass Tiere, die fast ausschließlich rot sind, viel billiger sind als ihre ziemlich weißen Kollegen.

Haltung:

Ideale Bedingungen im Überblick:

Temperatur:

20 - 27°C

Wasserhärte:

< 20° GH

ph-Wert:

6,5-8

Beckengröße:

ab 12l

Diese Garnelenart fühlt sich in Becken ab 12l Inhalt wohl. Auf Dauer gesehen ist es aber wohl besser, gleich ein größeres Becken anzuschaffen. Fühlen sich die Garnelen in ihrem Zuhause wohl, kann sich schnell Nachwuchs einstellen. Ist das Becken zu klein, stellen die Tiere die Vermehrung ein.
Da die Nano-Aquaristik zur Zeit total im Trend liegt und hier, sei aber gesagt, dass auch ein kleines Becken zur Haltung ausreicht. Ich selbst habe bewusst auch nur ein 12l Becken gewählt, da mir ein größeres im Moment zu viel Arbeit ist. Man muss sich aber auch darüber im Klaren sein, dass es schwieriger ist, die Bedingungen in einem kleinen Aquarium stabil zu halten.

Die Crystal Red kann in einem Artenbecken oder zusammen mit Fischen gehalten werden. Untereinander sind Zwerggarnelen sehr friedlich. Sie tun auch anderen Bewohnern nichts zu leide. Problematisch wird es umgekehrt. Hat man vor, Fische ins Becken zu geben, ist darauf zu achten, dass diese nicht zu groß und nicht zu hektisch sind, sonst bekommt man seine Garnelen nicht zu Gesicht oder sie werden im schlimmsten Fall überhaupt als kleine Häppchen betrachtet.

Hinsichtlich der Einrichtung sei gesagt, dass die Tierchen genügend Versteckmöglichkeiten in Form von Pflanzen. Holz und Höhlen vorhanden sind.
Garnelen lieben Moos, zum Beispiel Mooskugeln. Was die Pflanzen anbelangt, kann ich über die Moose hinaus keine Tipps geben. Habe es einmal mit ein paar Arten versucht, mal sehen, wie sie sich im Nano-Becken machen.

Der ideale Bodengrund für Garnelen ist nicht zu grober Kies, damit die Tierchen den sich bildenden Mulm und die Futterreste bequem erreichen können und er nicht zwischen den Hohlräumen verschwindet.
Bei dunklem Bodengrund kommt die Crystal Red besonders gut zur Geltung.

Ernährung:
Crystal Reds sind Allesfresser. Wer seine Tiere im Gesellschaftsaquarium hält, braucht sich über die Fütterung keine Gedanken zu machen, denn für die Tierchen fällt genügend Futter an. Hält man sie dagegen im Artenbecken, sollte man sie füttern. Dabei sind sie nicht wählerisch. Sie fressen Gemüse (Zucchini, Gurkenscheiben, Spinat etc.), Brennesseln, Herbstlaub, Flocken-, Frost-, und Granulatfutter aus dem Zoo oder Tabs.


Wasser:
Neben den in der Tabelle genannten Wasserwerten ist zu beachten, dass Garnelen sehr empfindlich auf Schwermetalle wie Blei oder Kupfer reagieren. Wer Leitungen aus den genannten Materialien zu Hause hat, sollte das Wasser eine Zeit lang laufen lassen. Durch den Einsatz von Wasseraufbereitern werden Schwermetalle gebunden. Regelmäßige Wasserwechsel sind wichtig.

Vermehrung:
Die kristallrote Zweggarnele gehört zum spezialisierten Fortpflanzungstyp. Das heißt, sie bringt nach einer Tragezeit von ca. 4 Wochen fast vollständig entwickelte Babygarnelchen zur Welt, welche eine Größe von ungefähr 1,5 mm haben. Man kann sie mit feinstem Futter füttern, wobei sie auch ohne Zusatzfutter durchkommen, da im Aquarium genügend Mulm und Futterreste vorhanden sein sollten. Versteckmöglichkeiten sind vor allem im Gesellschaftsbecken wichtig. Ist die Temeratur zu hoch, vermehren sich die Tiere nicht.
Eigene Erfahrungswerte fehlen mir hier (noch).

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